Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tutorials werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. April 2012

Tutorial Handytasche

Heute zeig ich euch mal, wie man auf die Schnelle eine einfache Handytasche (passend für Smartphones) nähen kann. Als ich mir damals mein Smartphone zugelegt habe bin ich ziemlich rumgerannt, um eine passende Hülle zu finden. Alles im Laden sah einfach potthäßlich aus und war dazu dann noch unangemessen teuer. Selbst ist die Frau, also lieber selber machen. Und los geht´s:

Zuerst fertigt ihr euch einen Schnitt an. Dieser besteht aus einem Rechteck im Format 10 x 29 cm, oben dran ist noch ein Halbkreis mit dem Radius 5 cm und fertig ist der Schnitt.


Daraus schneidet ihr je einmal das Teil für den Außenstoff, Vlies und den Innenstoff zu.


Das Vlies auf den Außenstoff oder den Innenstoff bügeln, das ist hier völlig egal. Das Ergebnis ist das Gleiche. Da ich außen Kunstleder genommen habe, habe ich das Vlies diesmal auf den Innenstoff gebügelt (das ist der mit den Pünktchen).
Nun legt ihr beide Teile mit den guten Seiten (also Außenseite vom Stoff) aufeinander.


Nun näht ihr am unteren, geraden Ende füßchenbreit jeweils eine 2 cm lange Naht von den Rändern ausgehend (siehe blaue Markierung) und lasst den Rest offen - das wird eure Wendeöffnung.


Jetzt wird das ganze Teil gefaltet. Dazu zieht ihr den unteren (gerade eben genähten) Rand mit der Wendeöffnung nach oben (ca. 13 cm).


Nun klappt ihr den Rest darüber, so dass die beiden Rundungen (mit der guten Seite aufeinander) und das untere Ende genau abschließen.


Das komplette Teil näht ihr nun einmal füßchenbreit in U-Form ab; das untere, gerade Ende bleibt dabei offen (siehe blaue Linie - das ist die Naht).


Das war´s dann eigentlich schon mit Nähen. Jetzt wird alles gewendet und zwar durch die untere Öffnung, an der wir eben nicht genäht haben.


Das ist jetzt ein wenig fummelig (besonders mit Kunstleder -grrrh), aber man bekommt es hin.


Erst einmal so...


... und so sollte es zum Schluss dann aussehen.
Bevor ihr jetzt die Wendeöffnung schließt, befestigt ihr zwischen den beiden Stofflagen den ersten Kam-Snap. Dann zerkratzt euch dieser nämlich nicht das Display vom Handy. Danach oben auf die Lasche passend dazu den zweiten.


Nun schließt ihr die Wendeöffnung einfach mit einem Matratzenstich (siehe dazu diese fantastische Anleitung).


Und - taddaaa - fertig ist die Handytasche.


Ich habe hier bewußt eine ganz einfache Variante ohne viel Schnick-Schnack gewählt. Natürlich habe ich auch wieder das Webbändchen oder Label vergessen (wie immer). Das könnt ihr aber selber ergänzen und euch da richtig austoben. Der Kreativität sollen doch keine Grenzen gesetzt werden. Alles in allem braucht ihr für diese einfache Tasche bestimmt nur eine halbe Stunde. Das ist doch super, oder?
Diese Anleitung kann man auch abwandeln, ich nähe danach z.B. auch die Mini-Börsen für die Kinder oder die Außentaschen für meine Handtaschen (hier oder hier).

Mini-Börsen für Kinder
Ich hoffe, dieses Tutorial war wieder logisch und verständlich.
Viel Spaß beim Nachnähen.
Anleitung und Schnitt sind von mir (teilweise abgeleitet von Nalevs Anleitung zum Zaubertäschchen). Macht damit, was ihr wollt, näht, verkauft die Taschen - mir ist das egal. Nur nicht diese Anleitung als euer eigenes eBook vertickern bitte.
Vielen Dank
LG Anne


Freitag, 23. März 2012

Tutorial Minibörse

Weil mir die Börse von Mei Happy Tai für meine Bedürfnisse zu groß war habe ich mich daran gemacht, eine kleinere Version zu erstellen. Hier nun meine Anleitung dazu:

Benötigtes Material
-zwei oder drei verschiedene Baumwollstoffe
-aufbügelbares Volumenvlies (ich nehme H630)
-Reißverschluss ( Länge mindestens 15 cm)
-ein Druckknopf oder Kam-Snaps
-Label ( wenn vorhanden) oder ein Stück Webband

Wir legen los. Zuerst schneidet Ihr euch folgende Teile zu:
1 x Außenseite (11 x 25 cm)
1 x Innenseite (11 x 25 cm)
1 x Vlies (11 x 25 cm)
1 x Stoff 2 (11 x 25 cm) = Teil A
1 x Stoff 2 (11 x 25 cm)= Teil B
1 x Rückseite Kreditkartenfach (11 x 25 cm) = Teil C
4 x Kreditkartenfach (11 x 10 cm) = Teil D
2 x Lasche – ein Kreis Durchmesser 4,5 cm, dann ab Hälfte Kreis ein Quadrat 4,5 cm x 4,5 cm
1 x Vlies für Lasche

Jetzt stellt ihr euch ans Bügeleisen:
bügelt das Volumenvlies auf die Außenseite und 1 x auf die Lasche, Innenseite und Teil 2 der Lasche legt ihr beiseite oder bügelt sie ggf. glatt. Die übrigen Teile, also die Teile A, B, C und D werden jetzt im Bruch gebügelt, d.h. in der Länge umklappen, genau die Hälfte also und die Kante bügeln. Aber Vorsicht: die Zuschnitte D werden in der Breite umgebügelt, ausschlaggebend ist hier das Maß 11 cm (d.h . ihr habt hinterher die Größe 5 x 11 cm).

Nun beginnen wir zu Nähen. Fangen wir mit dem Fach für die Kreditkarten an: wir benötigen hier 1 x Teil C und 4 x Teil D.
Ihr näht alle Teile einmal oben am umgebügelten Rand ab.

Hier könnt ihr jetzt auch Bänder raufnähen oder Zackenlitze oder was auch immer.
Danach nehmt ihr eure Teilchen und legt sie vor euch auf den Tisch, Teil C liegt dabei ganz unten.

Die eben abgesteppte Bruchkante bildet die obere Kante der Kartentasche. Ihr nehmt nun den ersten Streifen für die Einstecktaschen und legt in ein paar mm unterhalb der Bruchkante auf Teil C (rechte Seite immer nach oben) und steppt an der unteren Längstkante füßchenbreit ab.

Dann den zweiten Streifen etwas unterhalb vom ersten auflegen und wieder die untere Längstkante füßchenbreit absteppen. Mit dem dritten Streifen dasselbe. Wenn Ihr beim vierten Streifen angekommen seid, sollte dieser mit der unteren Kante der Rückseite abschließen.

Damit wäre die Tasche für die Kreditkarten vorerst fertig. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber unten und an den Seiten mit einem Zick-Zack-Stich noch die Ränder versäubern.

Jetzt kommen wir zur Reißverschlusstasche:
legt Stoffteil B unten an den Reißverschluss an, justiert ihn entweder mit Nadeln oder Stylefix am Reißverschluss und näht ihn an. Achtung - der Zipper "guckt" euch dabei an, also den Reißverschluss mit dem Rücken nach unten legen, dann erst den Stoff drauf.

Dasselbe macht ihr mit Stoffteil A von oben. Achtet darauf, dass die beiden Stoffteile genau übereinander liegen.

Nun klappt ihr Stoffteil A nach hinten und lasst über dem Reißverschluss ca. einen 1 cm breiten Streifen stehen. Jetzt mal bügeln.

Ihr könnt diese Kante ebenfalls füßchenbreit absteppen.

Unten schneidet ihr die Tasche nun auf eine Länge.


Dann näht ihr beide Seiten am besten mit einem kleinen Zick-Zack-Stich fest, dabei ist zu beachten, dass der Zipper vom Reißverschluss in der Mitte ist.

Schneidet den Reißverschluss an den Seiten bündig ab (nicht die frische Naht zerstören – grins) und eure Reißverschlusstasche ist fertig. Unten lassen wir vorerst offen.

Jetzt müssen wir die Außenseite vorbereiten:
nehmt euch die Teilchen für die Lasche vor, legt sie mit der guten Stoffseite nach innen aufeinander und näht einmal in U-Form ab, unten bleibt zum Wenden offen.

Jetzt wenden, gut bügeln und wer möchte, kann hier noch mal schmal den Rand steppen. Unten bleibt immer noch offen.

Befestigt nun auf der Längsseite vom Außenstoff unten in ungefähr 3 cm Abstand zum Rand und genau in der Mitte den ersten Kam-Snap.

Die glatte Seite vom Kam-Snap zeigt dabei zur Vliesseite, die Druckknopfseite zur Stoffseite.

Genau gegenüber befestigt ihr eure neue Lasche, der Rand zeigt dabei nach außen, und näht diese fest.


Jetzt kommen wir zum Abschluss, nun wird alles zusammengefügt:
nehmt das Reißverschlusstäschchen und legt es mit dem Reißverschluss nach unten auf die gute Stoffseite der Außenseite, der Kam-Snap liegt dabei unter dem Reißverschlusstäschchen.

Näht einmal die (noch offene) untere Kante ab, dabei wird das Reißverschlusstäschchen schon mal an der Außenseite justiert.

Genau darüber könnt ihr nun euer Label oder ein Stück Webband befestigen. Am besten auch wieder festnähen, der Rand zeigt dabei nach außen. Ich hab´s aber mal wieder weggelassen.
Nun nehmt ihr das Kreditkartenfach und legt es ebenfalls mit der guten Seite (da wo die Fächer sind) nach unten auf die Außenseite und zwar an das Ende, wo die Lasche ist.

Diese liegt nun unter dem Kreditkartenfach. Achtet darauf, dass die gebügelten und abgesteppten Kanten vom Rand wegzeigen.

Über das ganze kommt jetzt die Innenseite, ebenfalls mit der guten Seite nach unten. Alles gut befestigen.

Nun näht ihr einmal in U-Form herum, die untere Kante vom Reißverschlusstäschchen wird dabei ausgelassen, denn hier wird gewendet (siehe rote Linie).

Danach werden die Ecken etwas abgeschnitten und nun wenden wir einmal. So sollte es nun bei euch aussehen.

Jetzt nähen wir unten an der Wendeöffnung noch einmal die untere Kante vom Reißverschlusstäschchen ab, danach noch einmal wenden.

Und – fertig! Vielleicht jetzt noch mal bügeln und die Ecken schön herausarbeiten.

Ihr müsst jetzt nur noch schauen, dass ihr den zweiten Kam-Snap richtig herum an der Lasche befestigt und die Börse ist fertig.

In diese kleine Börse passen vier Karten, Führerschein, etwas Kleingeld und die Scheine (zusammengefaltet). Vielleicht leistet sie euch trotzdem gute Dienste.
Ich hoffe, diese Anleitung war logisch und verständlich. Viel Spaß beim Nachnähen.
Diese Idee „verkaufe“ ich im Übrigen nicht als meine eigene, ich habe im Netz unzählige verschiedene kostenlose Anleitungen dazu gefunden und diese hier nur für meine Version zusammen gefügt. Macht damit, was ihr wollt, näht, verkauft die Börsen - ich hab mich da nicht so. Nur nicht diese Anleitung als euer eigenes eBook vertickern bitte.
Vielen Dank
LG Anne